Streit zwischen EPAL und UIC

Der Palettenstreit zwischen der European Pallet Association e.V. (EPAL) und dem internationalen Eisenbahnverband UIC geht in eine neue Runde. Der Vorstand der EPAL habe am 21. Februar einstimmig beschlossen, die Tauschvereinbarung zwischen EPAL und der Rail Cargo Austria AG (RCA) zum 1. Mai 2017 zu beenden, teilte die Palettenorganisation am 1. März in Düsseldorf mit.

EPAL kritisiert Mängel bei der Organisation

Die Palettenorganisation empfiehlt, den Tausch von EPAL-Europaletten gegen UIC/EUR-Paletten einzustellen. Der EPAL-Vorstand begründete diesen Schritt „mit wesentlichen Mängeln der Organisation des Tauschpools durch die UIC, unter anderem in den Bereichen Qualitätssicherung und Bekämpfung des Imports von gefälschten UIC/EUR-Paletten in die EU“. Zur Vermeidung von Nachteilen für Verwender gelten laut EPAL für den Tausch von UIC/EUR-Paletten, die bis Ende Februar 2017 produziert worden sind, „angemessene Übergangsfristen“.

Problem Palettenfälschung

„Gemäß Recherchen der EPAL sind über vier Millionen gefälschte UIC/EUR-Paletten aus der Ukraine im Markt und es werden stetig mehr“, ließ Martin Leibrandt, CEO der EPAL, verlauten. „Vornehmlich osteuropäische Banden setzen verstärkt auf die Fälschung von UIC/EUR-Paletten, da das Fälschen von EPAL Europaletten aufgrund der gemeinsamen Aktivitäten von EPAL, Zollbehörden und Rechtsanwälten riskant geworden ist.“

Seit Abschluss der Tauschvereinbarung zwischen EPAL und der UIC im Oktober 2014 seien vonseiten der UIC keine den Aktivitäten der EPAL vergleichbaren Maßnahmen zum Schutz von Qualität und Sicherheit der UIC/EUR-Paletten unternommen worden, warf die Palettenorganisation dem Eisenbahnverband in der Pressemitteilung vor. In vielen Ländern fehle es an „jeder Organisation“ des Tauschpools durch die UIC.

Angesichts der negativen Konsequenzen dieser Haltung der UIC sieht EPAL sich nach eigenen Angaben „nicht länger in der Lage, die Empfehlung zum Tausch von EPAL Europaletten und UIC/EUR-Paletten fortzusetzen“. Die Beendigung der Tauschvereinbarung sei aus der Sicht der EPAL die einzige Möglichkeit, die Qualität und die Sicherheit des EPAL-Europalettenpools auch in der Zukunft effektiv zu schützen.

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